Frauenberatungsstelle - Frauen helfen Frauen e.V. 

Kölnstr 69, 53111 Bonn

Tel.: 0228/65 95 00; Fax: 0228/693565

 Spendenkonto: Kto.Nr. 87668, Sparkasse KölnBonn, BLZ 37050198

 Offene Beratungszeiten (ohne Termin)
Mo & Do: 17.00 - 19.30 Uhr
Mi & Fr: 10.00 - 12.00 Uhr
Di: 12.00 - 15.00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit
Mo - Do: 10.00 - 17.00 Uhr
Fr: 10.00 - 14.00 Uhr

                     ·        Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym

                     ·        Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht
 
                 ·        Zu den Offenen Beratungszeiten ist keine Anmeldung notwendig
 
 
 
Beratungsangebot für gewaltbetroffene Frauen
 
Die Frauenberatungsstelle dient seit 1986 überwiegend als Anlaufstelle für Frauen, die von ihren Partnern oder Vätern körperlich und/oder seelisch misshandelt, bedroht oder unterdrückt werden.
Sie lassen sich beraten über gesetzliche und tatsächliche Möglichkeiten zu ihrem eigenen Schutz, aber auch zum Schutz ihrer Kinder, die Mitbetroffene der Gewalt sind.
 
Sie informieren sich über Frauenhäuser und andere Hilfsangebote und erhalten Unterstützung bei der Verarbeitung der erlebten Gewalt. Die finanziellen und rechtlichen Aspekte einer möglichen Trennung können besprochen werden.
Auch Frauen, die von Stalking betroffen sind, finden Rat und Unterstützung zum Umgang mit der Situation.
 
Oft werden Frauen von ÄrztInnen, Ämtern oder anderen Beratungsstellen an die Frauenberatungsstelle vermittelt.
 
Beratung zum Gewaltschutzgesetz und zur Wegweisung nach dem Polizeigesetz
 
Seit im Januar 2002 das Gewaltschutzgesetz und die Änderungen im NRW-Polizeigesetz in Kraft getreten sind, haben misshandelte und bedrohte Frauen mehr Möglichkeiten, sich gegen ihre gewalttätigen Partner zu wehren.
 
Die Polizei kann einen gewalttätigen Mann für 10 Tage aus der Wohnung wegweisen und die Frau kann in dieser Zeit beim Familiengericht die Überlassung der gemeinsamen Wohnung und/oder ein Kontakt- und Näherungs- Verbot gegen den Gewalttäter erwirken.
 
Die Frauenberatungsstelle bietet dafür gezielte Beratung und Unterstützung an. Wenn die Frau sich nicht selbst an die Beratungsstelle wenden möchte, kann die Polizei auf Wunsch der Frau ein Fax an die Frauenberatungsstelle schicken und eine Beraterin nimmt von sich aus Kontakt mit der Frau auf und bietet ihr Unterstützung an.
 
Auf Wunsch hilft die Beraterin ihr auch bei der Antragstellung und begleitet sie zum Gericht.
 
Beratung von ehemaligen Frauenhausbewohnerinnen
 
Ehemalige Frauenhausbewohnerinnen nutzen gerne das Angebot der Frauenberatungsstelle, um sich nach dem Umzug in eine eigene Wohnung weitere praktische und emotionale Unterstützung zu holen. Zusätzlich dazu treffen sich einmal wöchentlich ehemalige Bewohnerinnen und eine Beraterin in der Frauenberatungsstelle zum „Frauencafé“, um zu erzählen, sich Hilfe zu holen und den Kontakt zueinander nicht zu verlieren.
 
Beratung von Bezugspersonen
 
Die Frauenberatungsstelle wird auch von Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Erzieherinnen oder anderen Frauen wie z. B. Nachbarinnen genutzt, die mit Frauen bzw. Kindern zu tun haben, deren Partner bzw. Väter gewalttätig sind. Sie suchen Beratung und Informationen zum Umgang mit den Betroffenen.
 
Beratung zu Trennung und Scheidung
 
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungsarbeit ist die allgemeine Trennungs- und Scheidungsberatung. Hier geht es sowohl um rechtliche und praktische Fragen wie z. B. Sorgerecht oder Unterhaltsfragen, als auch um die emotionale Verarbeitung einer Trennung.
 
Juristische Informationen
 
An einem festen Termin einmal monatlich geben Rechtsanwältinnen juristische Informationen zu familienrechtlichen Fragen. Hierzu ist eine verbindliche Anmeldung nötig.
 
Beratung zu aufenthaltsrechtlichen Folgen einer Trennung
 
Für viele Migrantinnen ist neben den genannten Problemen in einer Trennungssituation die Frage ihres Aufenthaltsrechtes von Bedeutung, weil sie häufig kein eigenständiges Aufenthaltsrecht haben.
 
Allgemeine Lebensberatung
 
Frauen kommen auch in die Beratungsstelle, weil sie über ihre Lebenssituation sprechen möchten, über Probleme in Familie oder Partnerschaft. Oft geht es auch um Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, um Probleme mit dem Jobcenter, dem Jugendamt oder anderen Behörden.
 
Grundsätze der Beratungsarbeit
 
Die Frauenberatungsstelle leistet parteiliche Arbeit von Frauen für Frauen. Sie bietet den Frauen einen geschützten Raum, in dem sie mit ihren Problemen akzeptiert und verstanden werden. Frauen können einmal oder mehrmals zur Beratung kommen.
Wenn Frauen therapeutische Unterstützung suchen oder Opfer sexualisierter Gewalt wurden, vermittelt die Beraterin sie an die entsprechenden Beratungsangebote in Bonn.
 
Die Frauenberatungsstelle „Frauen helfen Frauen e.V.“ ist Mitglied im Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e. V.
 
Geschichte der Beratungsstelle
 
Die Frauenberatungsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ eröffnete am 15. Oktober 1986. Die Notwendigkeit entstand aus der Arbeit des Frauenhauses:
Viele Frauen wandten sich an das Frauenhaus, weil sie Probleme in Ehe und Familie hatten oder weil sie nach Möglichkeiten suchten, sich aus einer Gewaltsituation zu befreien. Ein öffentlich zugänglicher Raum zur Beratung musste gefunden werden, damit die Anonymität der Frauenhaus-Adresse gewahrt bleiben konnte.
 
Finanzielle Situation
 
Die finanzielle Situation der Frauenberatungsstelle ist sehr schwierig. Spenden für ihren Erhalt sind nicht nur willkommen, sondern zur Aufrechterhaltung des Beratungsangebotes dringend erforderlich.
Spenden sind steuerlich absetzbar.
 
Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98, Konto-Nr. 87668