Frauenhaus Bonn - Frauen helfen Frauen e.V.                                                                                                                                                   

Die Kampagne "Schwere Wege leicht machen" ist erfolgreich zuende gegangen. Dem Landtagspräsidenten konnten  37.400 Unterschriften überreicht werden. Die rot-grüne Landesregierung wollte ursprünglich ein Landesgesetz zur Frauenhaus-Finanzierung verabschieden, hat dann aber doch von dem Projekt wieder Abstand genommen. Die Haushaltsmittel, die die vorherige schwarz-gelbe Landesregierung gekürzt hatte (30% der Zuschüsse für Frauenhäuser) wurden wieder in den Haushalt eingestellt. Zusätzlich wurden den Frauenhäusern Zuschüsse für Supervision, Fortbildung und Kinder-Einzelbetreuung zur Verfügung gestellt.                                                  

                                                                                            

                                                                                                        

 

Marion ist gegangen. In den letzten Jahren hat ihr Mann jeden ihrer Schritte kontrolliert, seit zwei Jahren schlägt er sie auch, immer wieder. Das letzte Mal vor den Kindern. Nun hat sie für sich und die Kinder gepackt, ist geflohen –

 

aber findet sie auch einen Platz im Frauenhaus? Kann sie die Hilfe und Unterstützung eines Frauenhauses in Anspruch nehmen?

 

Schwere Wege leicht machen!

 

 

 

Kampagne für eine bedarfsgerechte, gesicherte Finanzierung von Frauenhäusern in NRW

 

Ziel der Kampagne ist es, von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern schnellen und unbürokratischen Zugang zu Schutz und kompetenter Hilfe zu gewährleisten – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Nationalität, ihrer beruflichen Situation oder ihrer Mobilität.

 

Auch nach über 30 Jahren Frauenhausarbeit ist die Finanzierung der Häuser ungesichert, unzureichend und vom Einzelfall abhängig.

 

Die Frauenhäuser in NRW werden aus verschiedenen Töpfen finanziert. Land, Kommune und die Frauenhausträger selbst sind an der Finanzierung beteiligt.

 

Einen großen Anteil aber zahlen betroffene Frauen selbst!

 

Beziehen Frauen keine Sozialleistungen und haben auch keinen Anspruch darauf, müssen sie zum Teil hohe Tagessätze zahlen. Bei bis zu 68 € Tagessatz pro Person am Tag steigen die Kosten schnell auf 2000 € im Monat.

Diese Form der Finanzierung verhindert dass alle von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern, unabhängig von ihrer individuellen Situation, Schutz und Unterstützung in Anspruch nehmen können.

 

Das muss nicht so sein!

Bundesländer wie Schleswig Holstein haben eine Finanzierung, die die Institution Frauenhaus  aus einer Hand finanziert. Diese Form der Finanzierung ermöglicht allen Frauen einen unbürokratischen, einzelfallunabhängigen Zugang zu Schutz und Unterstützung.

 

Damit schwere Wege leichter werden, muss gewährleistet sein, dass:

 

·        Frauenhäuser langfristig und sicher aus einer Hand finanziert sind

·        Jede betroffene Frau kostenlos mit ihren Kindern einen Platz in Anspruch nehmen kann, unabhängig von ihrer Lebenssituation, ihrem Einkommen, ihrem Wohnort, ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer eventuellen Behinderung

·        Frauenhäuser räumlich und personell angemessen ausgestattet sind. Frauenhäuser müssen einzelfallunabhängig, unbürokratisch und bedarfsgerecht finanziert sein.

 

 

Eine unsichere, unzureichende Finanzierung der Frauenhäuser erschwert den betroffenen Frauen und ihren Kindern den Weg aus der Gewalt!